Besonders die naturbelassenen Flüsse und Bäche in den Alpen und dem Alpenvorland weisen eine Vielfalt gewässertypischer Strukturen auf, wie zum Beispiel Kiesbänke, Inseln, Flach- und Steilufer sowie Kolke (Strudellöcher oder Strudeltöpfe). Diese unterliegen durch Hochwasserperioden ständigen Veränderungen.
Auf der Übersichtskarte sehen Sie die Lage der wichtigsten Flüsse im Oberland. In ganz Bayern gibt es rund 70 000 km Fließgewässer. In den Alpen und dem Alpenvorland ist das Gewässernetz dicht und die Flüsse führen reichlich Wasser wodurch die noch vorhandenen Restverunreinigungen durch Selbstreinigung besser abgebaut werden als in wasserarmen Gebieten.
Viele Fließgewässer sind in der Vergangenheit aufgrund unterschiedlicher Nutzung ausgebaut worden. Wasserkraft, Landwirtschaft, Schifffahrt und Hochwasserschutz haben die Mehrzahl der Flüsse und Bäche stark verändert. Die gewässertypische Strukturvielfalt ist damit leider vielerorts verschwunden.
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