Der Lech ist ein rechter Nebenfluss der Donau in Österreich und Deutschland. Der 285 km lange Fluss entspringt in Vorarlberg und fließt durch Tirol und Südbayern, wo er in die Donau mündet. Nach der deutsch/österreichischen Grenze nimmt er die Vils auf, stürzt am Lechfall bei Füssen hinunter und durchquert auf seinem Weg Schwaben und Oberbayern. Die größten Städte am Lech sind Landsberg am Lech und Augsburg, wo er die Wertach aufnimmt. Bei Rain am Lech mündet der Fluss in die Donau. Nach dem Inn ist er der wichtigste Zufluss der Donau auf deutschem Gebiet.
Der Lech zwischen Warth und Füssen zählt mit seinen Seitenbächen zu den bedeutendsten noch erhalten gebliebenen Wildflüssen der Alpen. Bestrebungen zur Unterschutzstellung des Lechs endeten Ende des Jahres 2004 mit der Ausweisung weiter Teile des Lechtals und seiner Seitentäler als Naturschutzgebiet und Naturpark. Die Sauberkeit des Lechwassers ist enorm. Man könnte ihn definitiv zum saubersten Fluss über 200 km Deutschlands küren.
Der Lech bildete während der Zeit der Völkerwanderung und im frühen Mittelalter die Grenze zwischen dem alemannischen Stammesgebiet im Westen und dem baierischen im Osten und markiert auch heute noch ungefähr die Grenze zwischen den bairischen und den schwäbischen Dialekten. Am Flusslauf des Lechs, wurde unter anderem auch Gold aus den Flussablagerungen gewaschen. Die so gewonnenen Mengen des Edelmetalls hatten allerdings keine große wirtschaftliche Bedeutung.
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